Mittwoch, 13. April 2011

Visualisierung der Supply Chain ganz oben in der Planung

Die Visualisierung der Informationen aus den Geschäftsprozessen entlang der Supply Chain steht ganz oben in der Planung führender europäischer Unternehmen. Dies erfuhr Capgemini Consulting bei der Befragung für ihre diesjährige "Supply Chain Agenda 2011". Die Details der Umfrage sind für alle Unternehmen interessant, die in der Supply Chain mit Partnern auf Lieferanten- und Kundenseite zu tun haben. Auch Logistik-Unternehmen müssen sich auf neue Anforderungen ihrer Kunden einstellen.

Vor einem Jahr lag der Fokus noch auf Innovationen in den Prozessen und den Geschäftsmodellen. Die Visualisierung der Prozesse lag damals erst auf dem dritten Rang. Der Grund für die Verschiebung hin zur Überwachung der Supply Chain liegt in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft zeigt in eine positive Richtung, die Wirtschaftskrise liegt hinter uns. Dennoch bleiben Unsicherheiten in den Lieferketten bestehen: Starke Einflussfaktoren wie Währung, Umwelt und Politik lassen sich nicht immer voraussehen und erfordern oft rasche Reaktionen. Daneben werden wachsende Kosten für Rohstoffe und Material im internationalen Markt erwartet.

Das Supply Chain Management hat alle diese Entwicklungen zu berücksichtigen. Zum einen bedarf es einer Vertrauensbasis zu den Geschäftspartnern, damit alle erforderlichen Informationen aus der Supply Chain bereitgestellt werden. Andererseits müssen auf Kooperation basierende Prozesse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg eingerichtet und Technologien bereitgestellt werden, auf denen alle Beteiligten die aktuellen Informationen miteinander teilen.

Die Beschäftigung mit den Prozessen entlang der Supply Chain bietet die Chance zur Vereinfachung und Synchronisierung der Abläufe. Prozess-Schritte, die nicht erforderlich sind, können entfallen, Arbeitsweisen werden optimiert. Mit dem Anwachsen der Bedeutung des Supply Chain Managements werden beim Redesign der Geschäftsprozesse zunehmen neue Technologien berücksichtigt, zum Beispiel SaaS, das Outsourcing von Prozessen und IT-Anwendungen, sowie die Nutzung von Kooperationsportalen (Supply Chain Control Tower).

Auf den Punkt gebracht: Es sind nicht mehr nur die Unternehmen, die miteinander im Wettbewerb stehen: Zunehmend konkurrieren ganze Supply Chains. So kann man das Fazit ziehen, dass durch die Einführung von Supply Chain Visibility Überflüssiges entdeckt und beseitigt wird, das in den Prozessen zwischen Lieferanten und Kunden steckt. Bessere Kosteneffizienz kann auf allen Stufen erreicht werden. Umfassende Informationen verbessern die Planung, führen zu rechtzeitigen Entscheidungen und erlauben, dass Warenbestände knapper geplant werden.

Man kann gespannt sein, welche der in der Untersuchung geäußerten Planungs-Schwerpunkte in der Praxis umgesetzt werden. Die Auswahl der Best-Practices für die Einführung einer wirkungsvollen Visualisierung steht für das Supply Chain Management in vielen Unternehmen nun ganz oben in der Planung.

Hier finden Sie das Dokument der Capgemini Consulting: The 2011 Global Supply Chain Agenda (englisch)

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